Für die meisten Umzugswilligen ist es keine Frage, ob der Hund oder die Katze mit auf die Insel kommt, sondern nur, wie der Umzug für das Tier möglichst reibungslos verläuft. Die gute Nachricht vorab: Spanien ist EU-Mitglied, und die Einreise mit Haustieren folgt klaren, gut etablierten Regeln. Wer die Formalitäten frühzeitig angeht, hat in der Regel keine bösen Überraschungen zu erwarten.
Dieser Ratgeber fasst zusammen, was für die Einreise mit Hund oder Katze nötig ist, worauf bei der Flugbuchung zu achten ist und wie sich das Leben mit Haustier auf Mallorca im Alltag gestaltet – von der passenden Immobilie bis zu den heißen Sommermonaten.
EU-Einreisebestimmungen für Hunde und Katzen
Für die Einreise nach Spanien gelten die EU-weit einheitlichen Regeln für die Mitnahme von Heimtieren. Im Kern basieren sie auf drei Voraussetzungen, die in dieser Reihenfolge erfüllt sein müssen:
- Ein ISO-konformer Mikrochip zur eindeutigen Identifikation des Tieres.
- Eine gültige Tollwutimpfung, die erst nach dem Einsetzen des Chips verabreicht wurde – die Reihenfolge ist entscheidend, eine vorher verabreichte Impfung wird nicht anerkannt.
- Ein EU-Heimtierausweis für Tiere, die bereits in einem EU-Land registriert sind, beziehungsweise eine EU-Tiergesundheitsbescheinigung für Tiere aus Nicht-EU-Ländern, ausgestellt von einem amtlichen Tierarzt kurz vor der Reise.
Kommt das Tier aus einem Land außerhalb der EU, können je nach Herkunftsland zusätzliche Schritte hinzukommen – etwa ein Tollwut-Antikörpertest, der einige Monate vor der Reise durchgeführt werden muss. Da sich die genauen Anforderungen nach dem jeweiligen Herkunftsland richten und sich gelegentlich ändern, empfiehlt es sich, die aktuell gültigen Vorgaben rechtzeitig mit dem behandelnden Tierarzt oder der zuständigen Behörde abzustimmen.
Die Anreise: Kabine, Frachtraum und die richtige Fluggesellschaft
Ob ein Tier in der Kabine mitfliegen darf oder im klimatisierten Frachtraum reisen muss, hängt von der jeweiligen Fluggesellschaft sowie von Größe und Gewicht des Tieres ab – hier gibt es keine einheitliche Regel, sondern individuelle Bestimmungen je Airline. Einige Fluggesellschaften schränken zudem die Beförderung bestimmter Rassen ein, insbesondere kurzköpfige („brachyzephale") Rassen wie Möpse, Französische Bulldoggen oder Perserkatzen, da diese ein erhöhtes gesundheitliches Risiko während des Fluges haben. Da die Plätze für Tiere pro Flug begrenzt sind, lohnt es sich, die Mitnahme des Haustiers so früh wie möglich zu buchen und die jeweiligen Bedingungen der Airline vorab genau zu prüfen.
„Wer Chip, Impfung und Papiere rechtzeitig regelt, kommt mit seinem Vierbeiner genauso entspannt auf Mallorca an wie er selbst."EPE Mallorca
Auf der Suche nach einer tierfreundlichen Immobilie?
Nicht jede Wohnanlage auf Mallorca ist für Hunde oder Katzen geeignet. Gerne beraten wir Sie zu Objekten und Wohnlagen, die zu Ihrem Haustier passen.
Ankommen auf Mallorca: Quarantäne, Tierärzte und die passende Immobilie
Für Tiere aus der EU sowie aus gelisteten Drittländern, die die gesundheitlichen Anforderungen erfüllen, ist bei der Einreise nach Spanien keine Quarantäne vorgeschrieben. Auch die tierärztliche Versorgung auf der Insel ist gut ausgebaut: Neben spanischsprachigen Praxen gibt es gerade in den international geprägten Regionen zahlreiche Tierärzte, die auf Deutsch, Englisch oder anderen Sprachen betreuen, sowie Kliniken mit erweiterten Öffnungszeiten für Notfälle.
Bei der Immobilienwahl lohnt sich ein zweiter Blick auf das Objekt: Villen mit eigenem Grundstück sind für Hunde in der Regel ideal, da sie Auslauf und einen eigenen Garten bieten. Bei Wohnanlagen und Apartmentkomplexen gilt das nicht automatisch – manche Gemeinschaften (Comunidades) haben eigene Regelungen zur Haustierhaltung, etwa Größenbeschränkungen oder Auflagen für Gemeinschaftsflächen. Es lohnt sich, diesen Punkt vor dem Kauf oder der Anmietung gezielt zu klären.
Der Alltag mit Hund und Katze auf der Insel
Die mallorquinischen Sommer sind heiß, und das sollte bei der Tageseinteilung mit Haustier berücksichtigt werden: Spaziergänge legt man am besten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden, ausreichend Schatten und Wasser sind in den Mittagsstunden Pflicht, und aufgeheizter Asphalt oder Sand kann für Pfoten schnell unangenehm werden. Bei Stränden gilt es, genau hinzuschauen: Manche öffentlichen Strände haben in der Hauptsaison saisonale Einschränkungen für Hunde, während andere ganzjährig hundefreundlich sind – die genauen Regelungen variieren von Gemeinde zu Gemeinde und sollten vor Ort geprüft werden.
Am besten beginnt man mit den Formalitäten – Mikrochip, Tollwutimpfung und je nach Herkunftsland Heimtierausweis oder Gesundheitsbescheinigung – deutlich vor dem eigentlichen Umzugstermin. So bleibt genug Zeit für Rückfragen beim Tierarzt und für die Buchung des passenden Flugs. Bei der Suche nach der passenden Immobilie unterstützen wir Sie bei EPE gerne dabei, Objekte und Wohnlagen zu finden, die wirklich zu einem Leben mit Hund oder Katze auf Mallorca passen.



